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Ile Callot

Die Île Callot zeigt sich nicht jedem! Dieses kleine Stück Land in Form eines Seepferdchens ist bei Ebbe zu Fuß erreichbar, bei Flut wird sie zu einer unnahbaren Insel. Über eine bei Flut überschwemmte, bei Halbwasser befahrbare Straße erreicht man die Insel. An der Einfahrt zur Insel befinden sich zwei Parkplätze. Die Insel selbst erkundet man zu Fuß oder mit dem Rad. Die Räder müssen an der Kapelle stehen bleiben, denn die Spitze der Insel ist ein Naturreservat. Achtung: Im Juli und August ist Callot eine "autofreie" Insel. Callot ist 2,125km lang und 30-300 m breit. Die Granitboden wird von kleinen Buchten eingeschnitten, und auf der Insel gedeiht die typische Küstenvegetation des Finistère: Stechginster, Farn, Heidekraut, Dünendisteln und Strandkiefer. Im 17. Jh. wurde auf der Insel in großem Maßstab Granit abgebaut. Das Krankenhaus und die Tabakmanufaktur in Morlaix, ein Teil des Viadukts und viele Bauten der Umgebung wurden mit Granit von der Insel Callot gebaut. Die Nordspitze der Insel ist ein Naturreservat des Departement Finistère. Auf Callot werden Kohl, Artischocken, Kartoffeln und Schalotten angebaut, und 9 Familien leben das ganze Jahr über auf der Insel. Es gibt sogar eine kleine (heute geschlossene) Schule aus dem Jahr 1926. Damals lebten die Inselbewohner vom Algenschneiden, von der Landwirtschaft und der Fischerei (Reusen, Garnelen). Algen (Tang) schneiden ist harte Arbeit: Nach dem Schneiden wird der Tang getrocknet und gemahlen, dann wird das als Dünger benutzte Kali extrahiert. Die Kapelle Notre Dame de Kallod, deren Ursprung ins 6. Jh. zurückgeht, liegt auf dem höchsten Punkt der Insel. Damals plünderten dänische Piraten die Küste und lagerten ihre Beute in der Kapelle. Der bretonische Anführer Murmaczon beschloss, Korsolde, den Anführer der Piraten anzugreifen. Der Legende nach betete er zur Heiligen Jungfrau und bat sie, ihn im Kampf zu unterstützen. Er versprach ihr dafür, an der Stelle, an welcher das Zelt des Piraten stand, eine Kapelle zu errichten. Der bretonische Anführer siegte, und 513 wurde der Grundstein einer der Heiligen Jungfrau geweihten Kapelle gelegt, welche sehr schnell ein Wallfahrtsort wurde. Später fielen die Normannen in der Gegend ein und wollten die Kapelle plündern. Der Legende nach wuchs der Farn plötzlich sehr hoch und verwandelte sich in eine Phalanx, die sich den anstürmenden Plünderern widersetzte. Diese flohen, so schnell es geht und versprachen, nie wieder diesen von den Göttern geschützten Landstrich anzugreifen. Wegen der häufigen Stürme wurde die Kapelle mehrmals neu erbaut, was erklärt, dass der heutige Bau zum großen Teil im 18. Jh. entstand. Während der Revolution diente sie als Militärposten und wurde stark beschädigt. Zwischen 1801 und 1808 wurde sie wieder neu aufgebaut. Der Glockenturm steht seit 1914 unter Denkmalschutz. Besonders sehenswert in der Kapelle sind ein Kruzifix aus dem 16. Jh., eine Statue der Hl. Jungfrau aus dem 17. Jh., die Altarblätter im Nord-und Südteil der Kapelle sowie die Votivgaben. Die Gezeiten dürfen Sie nicht vergessen, erkundigen Sie sich im Tourismus-Büro, bevor Sie sich in Richtung Île Callot aufmachen. Auch auf der Homepage http://ilecallot.free.fr/smartcallot.html wird die Uhrzeit von Ebbe und Flut angegeben.

Callot

29660 Carantec

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