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Die Straße der Leuchttürme im Finistère Nord

Leuchtturm Pierres Noires im Finistère

Dreiundzwanzig Leuchttürme im Finistère

Dreiundzwanzig Leuchttürme gibt es im Finistère, darunter der stärkste, der höchste und der älteste in Frankreich. Uns Landratten hält jeder dieser Leuchttürme zum Träumen an. Los gehts...

Die "Route des Phares", die Straße der Leuchttürme zwischen Plougonvelin nördlich von Brest bis in die Gegend Pays des Abers beginnt in einer atemberaubend schönen Landspitze Pointe Saint-Mathieu, deren 30 m hohen Kliffs aus Gneis über die Einfahrt zur Rade de Brest wachen. Und wie ein Außenposten am äußersten Zipfel des europäischen Festlands überragt der rot-weiße Leuchtturm mit seiner imposanten Masse die Ruinen der ehemaligen Abtei. Eine Kapelle, ein Kalvarienkreuz, alte Steinmauern, ein gepflasterter Weg verleihen der Landspitze einen eigenartig romantischen Zauber; auf hoher See zeichnet sich die einsame Silhouette der Pierres-Noires ab.

Leuchtturm - Landspitze Saint-Mathieu

Von Saint-Mathieu bis Le Conquet führt die Straße entlang der Küste durch wunderschöne kleine Täler. Aber um den am weitesten westlich gelegenen Leuchtturm Frankreichs zu erreichen, geht es erst wieder ins Landesinnere, um über eine Brücke einen den Gezeiten ausgesetzten Meeresarm zu überqueren, und durch einen kleinen Wald bergauf die Presqu'île de Kermorvan. Von dem Pfad entlang des rechten Ufers der Flussmündung hat man einen wunderschönen Blick auf den Hafen Le Conquet. Am Ende der Halbinsel, Eigentum des Küstenschutzamts, taucht der quadratische weiße Turm auf. Linker Hand erblickt man den Leuchtturm von Saint Mathieu, und auf dem Rückweg die von dem langen, von Meerschaum gesäumten Sandstrand Plage des Grands-Sablons unterbrochene Reihe brauner Kliffs. Die Wellen schlagen bis an das Leuchtfeuer.

Kermorvan Halbinsel une Leuchtturm

Kurs auf Trézien, die dritte Etappe auf der Route des Phares. Der 37 m hohe Schaft des Turms ist 500 m hinter der Küste praktisch im Zentrum eines Weilers fest in die Erde verankert. Um das majestätische Gebäude in seiner vollen Schönheit zu sehen muss man um den Leuchtturm herum in Richtung Wasser gehen. Das auf den Phare des Kermorvan ausgerichtete Leitfeuer ermöglicht den Schiffen, das Fahrwasser Chenal du Four sicher von der Pointe de Saint-Mathieu bis zur Chaussée des Pierres Noires zu durchschiffen. Und der Phare du Four ist auch unsere nächste Etappe.

Um ihn zu erreichen, geht es entlang mit alten Bäumen bewachsener Randdämme und eindrucksvoller Mauern, hinter denen man große Bauernhöfe vermutet, durch das hübsche Dorf Lanildut an den Ufern des Aber. Die grüne, friedliche Landschaft bildet einen eigenartigen Kontrast zu der Küstenlandschaft in Melon. Aufeinander gehäufte Granitblöcke, eine kleine grasbewachsene Insel: Hier herrscht unberührte Natur. An der Ausfahrt von Porspoder geht es links in Richtung Presqu'île Saint-Laurent. Erst wenn man die Spitze dieses unter Naturschutz stehenden Landstrichs erreicht hat, erblickt man die dunkle Masse des Phare du Four auf seinem winzigen Felsblock auf hoher See, zwei Kilometer vor dem Festland. Hier reichen auch bei schönem Wetter die Wellen oft bis zum 28 hoch über dem Meer befindlichen Leuchtfeuer.

Leuchtturm im Porspoder (Finistère)

Die letzte Etappe der Straße der Leuchttürme, der Phare de l’Ile Vierge, liegt an der Côte des Légendes. Man erreicht ihn über die "Route Touristique" entlang der Küste zwischen Argenton und Portsall. Hinter der winzigen Kapelle Saint-Samson, die hoch oben auf dem Kliff seit zwei Jahrhunderten dem Seewind trotzt, misst man besser als irgendwo sonst die wesentliche Rolle einer effizienten Befeuerung: Wohin man auch blickt, überall  Klippen, um welche die Wellen wirbeln und sich an ihnen brechen. Auf die Dünen von Tréompan folgen die malerischen Ufer des Aber Benoît (die Flussmündung schlängelt durch Wälder und Felder, bei Ebbe liegt das Flussbett unter der schönen Brücke Pont de Tréglonou frei) und des Aber Wrac'h. Von Plouguerneau geht es gerade aus nach Lilia, wo ein paar bunte Boote in dem kleinen Hafen dümpeln. Ein paar hundert Meter weiter endet die Straße.

Leuchtturm Île Vierge

Genau gegenüber 1,5 vor der Küste, überragt der Phare de l’Ile Vierge die kleine Insel, die ihm als Anker dient. Mit seiner schwindelerregenden Höhe von 82,50 m ist der Granitblock der höchste Leuchtturm Europas: 397 Stufen führen in den Raum mit dem Leuchtfeuer. Die Inneneinrichtung des prächtigen Leuchtturms ist eines Palastes würdig. Die Ile Vierge erreicht man mit einem Motorboot (oder einem Kajak), um von ganz Nahem die luxuriöse Verkleidung des Turms zu bewundern: 12500 Kacheln aus Opalglas schmücken die Mauern des Treppenhauses der Wendeltreppe. Mit der hereinbrechenden Nacht geht es zurück an die Pointe de Corsen bei Plouarzel.

TreppenHaus - Leuchtturm Île Vierge im Finistere

Von der Küste aus erblickt man bei klarem Wetter, wie zahlreiche Lichtstrahlen die Dunkelheit durchbrechen und miteinander zu kommunizieren scheinen: Wie ein Lichtsaum um die Insel Ouessant verleihen die Leuchttürme Phare du Créac'h, Phare du Stiff, Phare de Kéréon, Phare de Nividic und Phare de la Jument verleihen Nacht für Nacht der Dunkelheit Licht.

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