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Concarneau, eine sehenswerte befestigte Stadt

Concarneau ins Finistère

Die Altstadt in Concarneau ist ein künstlerisches und architektonisches Kleinod.

Anne de Bretagne, Richelieu und Vauban kannten den strategischen Wert der Stadt, und haben sie bewehrt und bewahrt. Heute ist die Altstadt auf der befestigten Insel eine Hochburg der Gastfreundschaft.

Der Anker, mit dem die Ville-Close seit einem halben Jahrhundert an dem Festland festhält gehörte einst zur "Great Eastern", einem Passagierdampfer, der am Ende seiner Laufbahn für die Verlegung von transatlantischen Telekommunikationskabeln eingesetzt wurde. Die Sonnenuhr unter dem Glockenturm ist die geheimnisvolle Nachricht zu lesen: "Tempus fugit velut umbra. Die Zeit flieht, wie auch der Schatten.

Der Anker, Concarneau

Aber man sollte sich dennoch die Zeit nehmen, durch die engen Gassen der Altstadt zu flanieren. Hinter so mancher Wegbiegung erwartet ein atemberaubender Ausblick den Besucher. Und mit einem Zoom ist es noch eindrucksvoller. Steuerbords sind die Kanonen der "Venus" ein Blickfang. Die 1780 in Saint Malo vom Stapel gelassene Fregatte wurde im Kampf gegen die englischen Korsare eingesetzt. An den Glénan-Inseln lief sie auf Grund, ihre Mündungsaufsätze versanken und wurden vergessen. Bis ein Taucher sie zweihundert Jahre später entdeckte. Heute dienen sie einem friedlichen Zweck und laden den Besucher ein, das im Haus des Gouverneurs eingerichtete Info-Büro Maison du Patrimoine zu betreten.

Die Altstadt im Concarneau

Vauban, dem später zum Maréchal de France ernannten Architekten des Königs Louis XIV, lag die Festung Concarneau besonders am Herzen. Nach ihm wurde die Hauptverkehrsstraße benannt, was angesichts des Genies dieses Baumeisters nur recht und billig ist. Auch der Kardinal Richelieu war ein Verteidiger der Stadt, denn unter Louis XIII widersetzte er sich dem Willen der Stände der Bretagne, als sie die Stadtmauern, einreißen lassen wollten, weil deren Unterhalt ihnen zu kostspielig schien. Nach einem Gedenken dieser historischen Persönlichkeiten bietet sich ein Besuch des Fischereimuseums an. Hier wird viel Wissenswertes über die Techniken und die Realität des maritimen Universums vermittelt. In der Rue Vauban wurde übrigens 1982 unter der Regie von Claude Chabrol der Film "Die Fantome des Hutmachers" mit Michel Serrault und Charles Aznavour gedreht.

Ein wenig weiter hinten kommen wir zur "Porte des Larrons", zum "Tor der Diebe". Es heißt, durch diese Tür wurden verurteilte Verbrecher zum Galgen geführt. Eine andere Art Krimi, ohne Regisseur und Drehbuchautor." Es gab eine Zeit, in welcher die Stadtmauern zerstört zu werden drohten. Die Einwohner der Stadt zittern auch heute noch, wenn sie daran denken."

Concarneau und der Hafen

Zurück auf den Weg der Spiritualität. Wie ein seltsamer, ehrwürdiger Wall gegen das Vergessen erinnert die Fassade der Kirche Saint Guénolé an den Ursprung der befestigten kleinen Insel. In den Jahren um 1050, als in der Abtei Landévennec das Kapitularium aufgesetzt wurde, war die Isle de Conq schon ein Dorf. "Um den im Innern der Stadtmauern entstehenden Fischerweiler zu wahren, traten die Grafen von Cornouaille fünf Häuser an die Mönche ab. Die Mönche ihrerseits sollten dafür ein Priorat bauen, welche die erste Kirche von Concarneau werden sollte, " erklärt Louis-Pierre Le Maître, Historiker der Blauen Stadt.

Die Stadtmauern haben den unzähligen Anstürmen militärischer und finanzieller Art standgehalten und schützen auch heute noch die Altstadt. "Wer erinnert sich daran, dass die Stadtmauern 1898 zerstört zu werden drohten" schreibt die Zeitung Le Finistère. Die Einwohner der Stadt zittern auch heute noch, wenn sie daran denken. Aber nicht nur die Einwohner von Concarneau haben protestiert. Gemeinsam mit ihnen protestierten auch die zahlreichen Künstler, welchen die Stadt zu einer zweiten Heimat wurde. Von den Protesten überzeugt griff die für Kunstwerke zuständige Behörde ein und stellte die Altstadt mitsamt den Stadtmauern unter Denkmalschutz. Henri Belbeoch, Autor eines Werkes über die Kunstmaler der sogenannten "Groupe de Concarneau" erklärt, weshalb die Künstler die Altstadt und die Stadtmauern so hart verteidigten: "Concarneau ist eine Hafenstadt. Von Grund auf kosmopolitisch, heißt sie Fremde willkommen und steht deren Sprache offen. "

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